Feuerwehr im Amt Mittelangeln / Schleswig-Holstein 

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Chronik

Feuerwehr - damals - heute


Feuer, Wasser und Wind waren schon von je her Gefahren, die den Menschen und deren Vieh, Hab und Gut bedrohten. Und schon immer wurde versucht, gemeinsam dagegen anzukämpfen.

Ein Feuer muß so schnell wie möglich erstickt, zugedeckt oder gelöscht werden. Eingrößeres Feuer konnte früher nur mit vielen Leuten und Wasser aus Emern bekämpft werden. Das Problem war lange Zeit die Förderung, d.h. der Feuerwehrschlauch. Zuerst gab es Lederschläuche, doch die waren an den Nahtstellen meist undicht. Erst die Hanfschläuche brachten die Entwicklung voran. Das System der Pumpen kannte man schon lange, Kolbenpumpen wurden in allen Variationen gebaut, als Tragespritzen oder auf Wagen, als Einspänner oder Zweispänner. Teils mit großen Behältern nur als Druckspritzen. Schon 1883 waren genaue Vorschriften zu beachten. Die Kupplungen wurden geschraubt und mußten alle das gleiche Schleswig-Holsteinische Normalgewinde haben.

Für das nun vorhandene Gerät mußten eingespielte Leute vorhanden sein, die genau wußten, was sie machen sollten. Es mußte geübt werden, um ordnungsgemäße Abläufe sicherzustellen. Es entstanden Feuerwehren, teils als freiwillige Feuerwehren, teils als Löschverbände. Die Alarmierung erfolgte durch Nebelhörner. Alle männlichen Einwohner von 16 bis 60 Jahren waren dienstverpflichtet. Es mußte genau geregelt sein, wer die Spritze mit welchen Pferdegespannen zu fahren hatte (Fuhrrolle). Es mußten immer 2 Gespanne im Einsatz sein. Ein Pferdegespann zog die Spritze, das zweite den Gerätewagen mit Leitern usw. Die Kameraden, die Gespanne zu stellen hatten, waren namentlich am Gerätehaus benannt. Genügend Löschwasserteiche mußten vorhanden sein.

Bei starkem Gewitter waren immer Wachen eingeteilt, um die meist reetgedeckten Häuser zu beobachten. Man stelle sich mal einen Einsatz vor im offenen Wagen, mit wilden Pferden im Gewitterregen durch die Nacht zu einem brennenden Reetdach-haus, nur mit einer Handdruckspritze ausgerüstet und ohne großartige Schutzkleidung.

Am 21.10.1890 versammelten sich je 3 Gemeindemitglieder aus Esmark und Rehberg in der Gastwirtschaft Esmark zur Gründung des Löschverbandes Esmark-Rehberg. Mit 5 Stimmen wurde der Gemeindevorsteher von Esmark (H. Hansen zu Heineberg) zum Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter wurde der Gemeindevorsteher von Rehberg (Bendixen, Rehbergstraße), Rechnungsführer wurde der Hofbesitzer Peter Lorenzen, Alt-Rehberg.

Der Beschluß, das Gerätehaus zu vergrößern und zwei neue Schläuche anzuschaffen, deutet daraufhin, daß bereits eine Feuerwehr-Ausrüstung vorhanden war. Am Standort des alten Gerätehauses (bis 1973 an der Ecke Schleswiger Straße, Esmark-Dorf) soll sich übrigens vorher eine einklassige Schule befunden haben.



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